Firmengeschichte


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Um die Herausforderungen der Zukunft besser meistern zu können, hat sich der TWZ zur Erhöhung der wirtschaftlichen Effizienz seines Eigenbetriebes und zur Abkürzung langwieriger Entscheidungswege entschlossen, die Wasserversorgung Weißeritzgruppe GmbH (WVWGmbH) zu gründen.

Am 27. August 1998 wurde die Gründung der Eigengesellschaft „Wasserversorgung Weißeritzgruppe GmbH (WVWGmbH)“ notariell bestätigt. Durch das Amtsgericht Dresden (Registergericht) wurde die WVWGmbH am 10.11.1998 in das Handelsregister unter der Registernummer HRB 16535 eingetragen.
Der TWZ besteht jedoch fort und ist zu 100 % Gesellschafter der gegründeten Eigengesellschaft.
Mit der Gründung der GmbH war es nunmehr besser möglich, Bauaufträge am Jahresbeginn zu vergeben. Dies führte zu Kosteneinsparungen, weil allen Erfahrungen zufolge die Baupreise am Jahresanfang günstiger als zur Jahresmitte ausfallen.
Eine Erklärung hierfür ist die Tatsache, daß das Angebot von Bauleistungen am Jahresbeginn aufgrund der geringeren Nachfrage in der Regel größer als zur Jahresmitte ist.

Auch die WVWGmbH hat seit ihrer Gründung die eingeleitete Aufarbeitung des aus 40 Jahren DDR-Misswirtschaft aufgelaufenen Investitionsstaus mit Engagement und Konsequenz fortgeführt.
Die einvernehmliche Zusammenarbeit mit den Verbandsmitgliedern in der Verbandsversammlung sowie das konstruktive Zusammenwirken mit dem Verwaltungsrat des TWZ und dem Aufsichtsrat der WVWGmbH waren Voraussetzung und Garant für das bisher Geleistete.
Auch die zuständigen Behörden haben den Verband und später die Gesellschaft bei ihrem Weg zur Konsolidierung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur unterstützt.

Es wurde zwischenzeitlich bei konstanten Wasserentgelten seit 1995 viel erreicht. Die Wasserverluste im Rohrnetz konnten von einst über 50% auf nunmehr ca. 8% reduziert werden. Grundlage hierfür ist die permanente Erneuerung des Rohrnetzes und seiner Hausanschlüsse. Beispielsweise konnten die Rohrbrüche von 1.400 Stück im Jahr 1990 auf nunmehr ca. 200 Stück pro Jahr reduziert werden.

Mit der Errichtung des Wasserwerkes in Altenberg und der Rekonstruktion des Wasserwerkes in Klingenberg erhalten heute alle Abnehmer zu jedem Tag des Jahres und zu jeder Tageszeit Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität. Der Jahrhundertsommer 2003 hat eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur demonstriert.

Das war nicht immer so. Noch Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts erhielten 36% der Abnehmer Wasser, welches nicht den gesetzlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung entsprach.

Das verheerende Augusthochwasser im Jahr 2002 hat zu schweren Zerstörungen an den Anlagen zur Wasserversorgung geführt. Insgesamt beliefen sich die Schäden auf ca. 14,5 Millionen Euro. Die Hauptversorgungsleitung vom Wasserwerk Klingenberg nach Freital im Tal der Weißen Weißeritz war in weiten Teilen nicht mehr auffindbar und so beschädigt, dass sie außer Betrieb genommen werden musste.
Die Ersatzwasserversorgung erfolgte von der DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH. Sie führte zu erheblichen zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen für die Gesellschaft, die so nicht eingeplant waren.
In nur 14 Monaten im Dezember 2003 wurden auf einer neuen hochwassersicheren Trasse die neue Hauptleitung mit 500 mm Durchmesser auf einer Länge von ca. 14 km und etwas später der neue Hochbehälter Viehweghöhe mit einem Speichervolumen von 2.000 m³ in Betrieb genommen.
Insgesamt unterstützte der Freistaat Sachsen den Wiederaufbau der vom Hochwasser zerstörten Anlagen mit Fördermitteln in Höhe von 12,3 Millionen Euro.

Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen seit 1990 bis zum Jahr 2010 in einem Zeitraum von über 20 Jahren auf 195 Millionen Euro. Davon hat der Freistaat Sachsen Fördermittel in Höhe von 74 Millionen Euro (38 %) bereitgestellt.
Der TWZ und die Gesellschaft haben insgesamt 86 Millionen Euro (44 %) über Kreditaufnahmen finanziert. Der verbleibende Teil in Höhe von 35 Millionen Euro bzw. 18 % setzt sich aus Abschreibungen und Baukostenzuschüssen zusammen.


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